Aktion Rote Hand – Erinnern für die Zukunft

Aktion Rote Hand – Erinnern für die Zukunft

Mit etwa 300 Schülern beteiligt sich die Realschule an der Aktion rote Hand und setzt so ein Zeichen gegen den weltweiten Einsatz von Kindersoldaten.

Dem großen Projekttag mit der gesamten Schülerschaft war ein besonderes Pilotprojekt vorausgegangen. Im Mai hatten sich die Klassen 10 a und 10 b mit ihrem Geschichtslehrer Lukas Bronner auf die Spurensuche von Kriegsopfern begeben die in Meschede beigesetzt sind.

Gemeinsam mit Reinhard Paul vom Friedhofsamt der Stadt Meschede und mit der Bildungsreferentin des Volksbundes, Verena Effgen, erfuhren sie etwas über die Arbeit der Deutschen Kriegsgräberfürsorge und besuchten die Kriegsgräberstätte Eversberg und den Waldfriedhof Fulmecke. Bei diesen Besuchen recherchierten die Schüler und machten viele Fotos, denn ein Flyer zu den Kriegsgräberstätten und eine App mit Quizmodul und weitergehenden Infos zu den Orten sollten erstellt werden.

Am 05.07.2016 konnte das Endergebnis mit Stolz in der Aula der städtischen Realschule Meschede im Beisein des stv. Bürgermeisters der Stadt Meschede, Herrn Martin Eickelmann, präsentiert werden.

Martin Eickelmann bedankte sich in seiner Ansprache bei den Schülern für deren besonderes Engagement. Er betonte die historische Verantwortung der Deutschen und dass es gerade auch heute besonders wichtig sei, aus der Geschichte zu lernen. Er forderte die Schüler dazu auf, offen und freundlich auf fremde Menschen zuzugehen, dies sei ein wichtiger und erster Schritt für eine demokratische und friedvolle Gesellschaft.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis neun hatten sich mit ihren Lehrern in den ersten zwei Unterrichtsstunden mit der Lebenswirklichkeit von Kindersoldaten auseinandergesetzt die heute in vielen bewaffneten Konflikten zum Kämpfen und Töten gezwungen werden.

Im Anschluss kamen alle etwa 300 Schüler mit ihren Lehrern in der Aula zusammen und erfuhren von Verena Effgen etwas über die Situation von jungen Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus. Mit Hilfe des Schicksals von Hermann Dänner, der am 15.03.1945 im Alter von 17 Jahren bei Kampfhandlungen im Raum Aachen ums Leben gekommen war, wurden Parallelen zwischen Kindersoldaten damals und heute aufgezeigt.

Den Abschluss des erfolgreichen Projekttages bildete die Aktion rote Hand an der sich neben zahlreichen Lehrern auch Reinhard Paul und Martin Eickelmann gerne beteiligten.

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